Indextyp/Schlüsseltyp: EAZ/EAZ (für $u); KFR/KFR (für $z)
Indexierungsroutine: U für $u; W für $z
Validierung: Das Feld ist zulässig in der Satzart O.
Im Unterfeld $x des Feldes dürfen als erster Inhalt nur die Codebuchstaben A, C, D, F, G, H, L, N, R und T vorkommen, gefolgt von „¬“ oder „;¬“. Die Besetzung von $x ist obligatorisch.
Im Unterfeld $z dürfen nur die Buchstabenfolgen LF, KF und KW sowie NL oder PU vorkommen.

Inhalt und Aufbau

Das Feld enthält die elektronische Adresse sowie die weiteren zur Identifizierung und Nutzung von elektronischen Ressourcen im Fernzugriff erforderlichen Angaben über die Zugriffsmöglichkeiten und -bedingungen.
Der Aufbau des Feldes und die Unterfelddefinitionen entsprechen im Wesentlichen den MAB2-Festlegungen für Feld 655, das seinerseits wieder das MARC-Feld 856 abbildet. Entsprechend den momentanen ZDB-Anforderungen werden insbesondere die Unterfelder $u, $x und $z besetzt:

UNTERFELD $u: UNIFORM RESOURCE LOCATOR (URL)

Inhalt und Aufbau

Die Angabe der URL erfolgt zeichengetreu in der Form der Vorlage. Der Inhalt von Unterfeld $u ist über den Index EAZ suchbar, bei der Formulierung der Suchanfrage muss die einleitende Angabe „http://“ weggelassen werden.

UNTERFELD $x: INTERNE BEMERKUNGEN

Inhalt und Aufbau

Pflichtfeld, das der näheren Beschreibung der in Unterfeld $u angegebenen URL dient.

Adressen elektronischer Publikationen von Institutionen und Organisationen werden als Verlags-URL (=x H) gekennzeichnet.

In Zweifelsfällen wird =x H besetzt.
Unterfeld $x ist zur Neueingabe und Korrektur von Angaben zur zeitlichen Gültigkeit und zum inhaltlichen Umfang der Ressource durch ZDB-Katalogisierinnen und -Katalogisierer auch in Titelaufnahmen mit v-Status freigegeben.
Für die Ergänzung und Korrektur der Angaben in allen anderen Unterfeldern sind weiterhin Mailboxsätze an die ZRT erforderlich.

Bibliographische URL

Die Besetzung des Feldes 4085 ist fakultativ, trotzdem ist es dringend erwünscht, die verlagsseitig angegebene, bibliographisch relevante URL im Titelsatz einer elektronischen Ressource im Fernzugriff zu verankern. Diese Information kann keinesfalls durch die Erfassung einer lokalen oder Lizenz-URL im Exemplarbereich ersetzt werden.
Die konsequente Verzeichnung der bibliographischen URL, die jeder Institution zumindest den Zugang zur Homepage der Zeitschrift und damit in der Regel auf Inhaltsverzeichnis und Abstracts ermöglicht, soll bereits bei der Erstkatalogisierung des Titels erfolgen.

Bei Verlagen, die ein eigenes Online-Angebot zur Verfügung stellen, wird zur Vereinfachung und aus Gründen der Nutzungsfreundlichkeit die URL des Online-Angebots anstelle des bibliographischen URL eingetragen.

Beispiele:

Sciencedirect|statt|Elsevier

SpringerLink||Springer

Blackwell-Synergy||Blackwell-Publisher

Agentur-URLs

Manche Verlage verzichten darauf, selbst ein eigenes Online-Angebot zur Verfügung zu stellen und kooperieren stattdessen mit darauf spezialisierten Agenturen.
Eine Agentur-URL wird erfasst, wenn sie auch für Nicht-Abonnenten inhaltliche Angebote wie Inhaltsverzeichnisse oder Abstracts zur Verfügung stellt oder zusätzliche wichtige bibliographische Angaben enthält.

Retrospektive Digitalisierungen

URLs von fortlaufenden Sammelwerken, die nachträglich digitalisiert wurden, werden ebenfalls in der Titelaufnahme angegeben.

Archivierungen

In einigen Fällen werden elektronische Ressourcen, die nicht mehr laufend erscheinen, unter einer neuen elektronischen Adresse weiterhin im Internet zur Verfügung gestellt. Diese URLs werden in der ZDB als Archivierung gekennzeichnet.

URL für Langzeitarchivierung

Langzeitarchivierung soll die dauerhafte Erhaltung und den dauerhaften Zugang zu Online-Ressourcen gewährleisten. Dazu wurden auf nationaler und internationaler Ebene Qualitätsstandards vereinbart. Unter dieser Voraussetzung ist eine URL mit =x L zu beschreiben. Erfolgt die Langzeitarchivierung durch eine Nationalbibliothek wird =x N vergeben.

Zeitschriften aus Aggregator-Datenbanken

URL von elektronischen Zeitschriften, die in thematischen Datenbanken ausgewertet werden, werden ebenfalls in der ZDB angegeben; derzeit handelt es sich bei den in der ZDB angegebenen Aggregator-URL um URL der Firma EBSCO. Die in der Titelaufnahme angegebene allgemeine EBSCO-URL führt - im Unterschied zu den bibliographischen URLs, die jedem Teilnehmer zumindest den Zugang zur Homepage der Zeitschrift ermöglichen - lediglich auf eine allgemeine EBSCO-Seite. Die EBSCO-URL werden im Rahmen einer Fremddatenübernahme maschinell eingespielt oder von der ZRT im Rahmen der Titelupdates manuell eingetragen.

UNTERFELD $z: BEMERKUNGEN ZU FREI ZUGÄNGLICHEN E-JOURNALS UND ZU BESONDEREN, ÜBERREGIONALEN BENUTZUNGSMODALITÄTEN

Inhalt und Aufbau

Hier erfolgt die Angabe über lizenz-/kostenfreien Zugang. Die in Unterfeld $u angegebene URL ermöglicht den freien Zugang zu den Volltexten der elektronischen Ressource.

Codes für besondere Benutzungsbedienungen

Darüber hinaus werden in Unterfeld z auch besondere Benutzungsbedienungen durch die codierten Angaben „NL“ bzw. „PU“ gekennzeichnet, die überregional/deutschlandweit von Interesse sind.

NL Online-Ressourcen, die als Nationallizenz aufgrund besonderer Förderung (Deutsche Forschungsgemeinschaft) deutschlandweit zugänglich sind
PU Online-Ressourcen, die aufgrund von Vertragen zwischen Bibliotheken und Datenbankanbietern in der Form „Pay-per-Use“ benutzbar sind

UNTERFELD $T: ZUGRIFFSMETHODE (E-MAIL; FTP;…)

Inhalt und Aufbau

Das Unterfeld $T dient der Angabe verschiedener Zugriffsmethoden für die Nutzung elektronischer Ressourcen im Fernzugriff. In der ZDB wird im Allgemeinen auf die Besetzung des Unterfeldes $T verzichtet. Ab April 2011 werden die Inhalte von 4085 $u grundsätzlich in MAB 655e ausgeliefert, sofern nicht 4085 $T besetzt wird und eine andere Zugriffsmethode beschreibt. Das bedeutet, dass die Angabe *HTTP* bei Bedarf zwar möglich, wegen Vereinfachung des Erfassungsaufwands bei den elektronischen Adressen, die fast ausschließlich als http-URLs vorkommen, jedoch nicht verpflichtend ist. Kommen alternative Zugriffsmethoden wie beispielsweise FTP, Telnet und Gopher noch vor, müssen diese ausdrücklich angegeben werden, weil andernfalls eine korrekte Auslieferung über die speziellen Unterfelder von MAB 655 nicht möglich wäre.

Beispiele:

4085 =u http://www.beispiel-Institution.de=x H

4085 *HTTP*=u http://www.beispiel-Institution.de=x H

4085 *FTP*=u ftp://ftp.dnb.de/pub/standardisierung/newsletter/

Wenn auf der Homepage der herausgebenden Organisation die E-Mail-Inhalte gespeichert werden, wird lediglich diese URL in Unterfeld $u erfasst.

Beispiel:

4085 =u http://www.beispiel-Institution.de=x H

Gibt es auf der Homepage lediglich einen Hinweis, wie oder wo die E-Mail-Veröffentlichung abonniert werden kann, wird die URL in Unterfeld $u erfasst und der Sachverhalt durch eine Fußnote in 4225 veranschaulicht.

Beispiel:

4085 =u http://www.beispiel-Institution.de=x H
4225 Nur per E-Mail-Subskription erhältlich

Zum Teil enthalten gedruckte Veröffentlichungen den Hinweis, dass es für Abonnenten einen zusätzlichen E-Mail-Newsletter gibt, der über eine bestimmte E-Mail-Adresse abonniert werden kann und es im Internet ansonsten aber keine Hinweise auf diesen E-Mail-Service gibt. In diesen Fällen wird in 4085 Unterfeld T mit *E-Mail* sowie Unterfeld u mit der E-Mailadresse besetzt und der Sachverhalt in einer Fußnote erläutert.

4085 *E-Mail*=u loewenzahn@tivi.de=x H

UNTERFELD $q: ELEKTRONISCHER DATEIFORMATTYP

In der ZDB wird im Allgemeinen (z.B. bei html oder pdf) auf die Besetzung des Unterfeldes $q verzichtet.

Letzte Änderung: 14.02.2012